Einweihung der neuen Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage

Ein grünes Wärmenetz für den Kirchberg

Luxemburg-Kirchberg, 28. September 2017. Die Firma LuxEnergie hat heute die mit Biomasse befeuerte Kraft-Wärme-Kopplungsanlage samt Dampfturbine offiziell eingeweiht. Die Veranstaltung fand im neuen Holzpelletsilo des luxemburgischen Unternehmens statt. Unter den 190 Gästen befanden sich unter anderem der Wirtschaftsminister und Vice-Premier Etienne Schneider, die Bürgermeisterin der Stadt Luxemburg Lydie Polfer sowie zahlreiche Entscheidungsträger und am Projekt beteiligte Akteure. Im Fokus dieses feierlichen Ereignises stand die Weiterentwicklung der regenerativen Energien.

Grüne Energie für die Abdeckung der Grundlast

Bei der Energienachfrage gibt es abhängig von der Tages-, Wochen- und Jahreszeit, groβe Schwankungen. Diese Energieschwankungen werden durch unterschiedliche Energieanlagen abgedeckt.
Die Grundlast, die Leistung die rund um die Uhr nachgefragt und somit nie unterschritten wird, wird fortan durch den mit Holzpellets befeuerten Dampfkessel abgesichert.
Dazu werden die in Roost produzierten Holzpellets drei- bis viermal täglich per Lastwagen angeliefert und im neuerrichteten, monolithischen Pelletssilo, mit einem Fassungsvermögen von 500 Tonnen gelagert. Im Heizkessel, mit einem stündlichen Verbrauch von 2,8 Tonnen Holzpellets, wird das Wasser zu Wasserdampf (480°C) erhitzt. Die Turbine mit Generator nutzt diesen Dampf zur Produktion von jährlich 22.400 MWh Strom, der in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird.
Der Dampf aus der Turbine wird dann an einen Kondensator weitergeleitet, um 9,5 MW thermische Energie aufzufangen, die in das Wärmenetz der Stadt Luxemburg auf Kirchberg eingespeist werden. Pro Jahr werden somit 76.000 MWh grüne Wärme bereitgestellt. Dies entspricht einer Einsparung von insgesamt 22.000 Tonnen CO2/Jahr.
Die Spitzen der Energienachfrage werden durch das Zuschalten der fünf bereits vorhandenen Blockheizkraft-Module und der drei Gaskessel abgedeckt.

Ein grünes Wärmenetz für das Kirchberg-Plateau

Die produzierte grüne Wärme übersteigt damit die fossile um 12.000 MWh/a. Somit werden mehr als 50% der Wärmeversorgung des Kirchbergs mit erneuerbaren Energien abgedeckt und das Wärmenetz kann als „grün“ bezeichnet werden. Gleichzeitig verbessert sich auch die Energiebilanz, die Grundlage für die Berechnung der Energieklassen, der angeschlossenen Gebäude.
Das vorhandene Wärmenetz der Stadt Luxemburg erlaubt die unmittelbare Umstellung eines ganzen Stadtteils auf grüne Energie und es können künftig weitere Gebäude angeschlossen werden.
Dieses Projekt wurde vom Luxemburger Staat finanziell bezuschusst, da es die staatliche Zielsetzung bis 2020 rund 11% des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu produzieren, erheblich unterstützt.
Gründe für den Um- und Ausbau der Energiezentrale waren einerseits die steigende Anzahl der Verbraucher und andererseits das Vorantreiben der Energiegewinnung aus Biomasse.

 

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